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Diabetes mellitus

DiabetesDiabetes mellitus ist eine chronisch verlaufende Stoffwechselerkrankung, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel charakterisiert ist. In Deutschland leben aktuell mehr als 8 Millionen Menschen mit Diabetes. Ein Fünftel davon weiß noch nicht von Ihrer Erkrankung.

Diabetes wird je nach Art der Stoffwechselstörung in zwei Haupttypen unterteilt. Bei Diabetes Typ-1 handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung. Hierbei zerstört das körpereigene Immunsystem aus multifaktoriellen Gründen die Insulin-produzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse, wodurch ein Insulinmangel entsteht. Bei der häufigeren Form Diabetes Typ-2 ist die Funktion anstatt der Produktion des Insulins gestört.

Ein andauernd erhöhter Blutzuckerspiegel führt zu einer Schädigung der vaskulären Gefäßwände. Es kommt zu Ablagerungen in den Blutgefäßen und demzufolge zur Einschränkung des Blutflusses. Sowohl große als auch feine Blutgefäße sind potenziell betroffen. Im Auge führt der diabetesbedingte Schaden zu einer diabetischen Retinopathie. Die Erkrankung wird durch retinale Kapillärverschlüsse und die damit verbundene Durchblutungsstörung gekennzeichnet. Ebenfalls treten Einblutungen in der Netzhaut als Folge der porösen Blutgefäßwände auf.

KörperDie diabetische Retinopathie gilt bei den 40- bis 80-Jährigen als die häufigste Erblindungsursache. Die Häufigkeit der diabetischen Retinopathie bei Diabetiker Typ-1 beträgt 40%. Bei Diabetiker Typ-2 zeigen sich retinale Veränderungen bei 25% der Fälle. Die diabetesbedingten Veränderungen der Netzhaut treten im Durchschnitt nach 10-15 Jahren Diabetesdauer auf. Zu den Hauptrisikofaktoren einer diabetischen Retinopathie zählen die Diabetesdauer und der erhöhte Blutzuckerspiegel. Weitere Risikofaktoren sind erhöhte Blutdruck- und Blutfettwerte sowie eine diabetische Nierenschädigung. Zu Beginn verläuft die Erkrankung meist ohne Symptome. Die diabetesbedingten frühzeitigen Veränderungen in Form von retinalen Punktblutungen und Gefäßaussackungen lassen sich jedoch durch eine augenärztliche Untersuchung erkennen. Eine jährliche augenärztliche Untersuchung wird deshalb bei Diabetikern angeraten, um die Beeinträchtigung des Sehvermögens gering zu halten.

Besteht ein diabetesbedingter Netzhautschaden im frühen Stadium, wird durch eine gute Blutzuckereinstellung und einen stabilen Blutdruck versucht, den Fortschritt der Krankheit aufzuhalten. Beim Vorliegen eines Makulaödems und abnormalen Gefäßneubildungen ist eine IVOM-Therapie anzuraten. Diese Therapieform erfordert wiederholte operative Medikamenteneingabe sowie eine regelmäßige Untersuchung der Netzhaut in den Verlaufskontrollen. Zur Beurteilung des aktuellen Zustands der Netzhaut wird in der Regel eine OCT-Aufnahme durchgeführt.

Für fortgeschrittene Stadien der diabetischen Retinopathie, die unter anderem mit einer nichtresorbierenden Glaskörperblutung, einer Einblutung zwischen Netzhaut und hinterer Glaskörpermembran oder einer zugbedingten Netzhautablösung verbunden sein können, bietet sich eine chirurgische Intervention (pars-plana Vitrektomie) im Einzelfall an.

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