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CLE - Clear Lens Extraction

Unter einer clear-lens-extraction (CLE oder Klarlinsenextraktion) versteht man den Ersatz der natürlichen Linse durch eine Kunstlinse. Grund hierfür ist hauptsächlich der Wunsch nach Brillenfreiheit, insbesondere bei Patienten, bei denen es bereits zur Altersfehlsichtigkeit gekommen ist. Auch geeignet ist die Operation für hoch myope (sehr kurzsichtige) oder hoch hyperope (sehr weitsichtige) Patienten, bei denen von einer ICL altersbedingt abgeraten wird.

Ablauf der Operation

Um dem Patienten ein möglichst angenehmes Operationsverfahren anzubieten, legen wir hohen Wert auf das individuell auf Sie abgestimmte Narkoseverfahren.

CLE

Auf Wunsch erfolgt die Operation nur in Augentropfbetäubung, jedoch ist eine Betäubung über einen venösen Zugang - die zu einem angenehmen Schlummerschlaf führt - meist das gewünschte Verfahren.

Die Operationsschritte der CLE sind mit denen der Katarakt Operation identisch.

Nach ausreichender Sedierung werden Schnitte in der durchsichtigen Hornhaut (Cornea) durch den Operateur angelegt, ein Unterspritzen am Ende der Operation erlaubt ein vollständiges Abdichten des Auges und macht das Anlegen von Nähten überflüssig.

Bei der Operation wird die natürliche Linse mittels dem Femtosekunden-Laser zerteilt oder alternativ durch Ultraschallenergie zerkleinert, die zerteilten Linsenreste werden abgesaugt und zurück bleibt die natürliche – jetzt leere- Linsenkapsel.

Diese wird als Befestigung der neuen Linse verwandt. Die Kunstlinse wird somit in den natürlichen Kapselsack implantiert.

Anders als bei der Katarakt-Operation wird zumeist weniger Energie benötigt, um die natürliche Linse zu zerteilen, da es hier ja bisher zu keiner Eintrübung gekommen ist.

Zwischen der Operation des rechten und des linken Auges sollte ein zeitlicher Abstand eingeplant werden.

Erst nach 6 Wochen, nachdem die Heilungsphase abgeschlossen ist, ist das abschließende Ergebnis erzielt.

Das Sehen ist jedoch einige Tage nach der Operation meist sehr gut.

Auswahl der Kunstlinse?

LasernVor der Operation muss die Entscheidung für die gewünschte Kunstlinse getroffen werden.

Wichtige Überlegungen vor dem ausführlichen Beratungsgespräch sind, ob eine Brillenfreiheit nach der Operation gewünscht ist oder beispielsweise eine Lesebrille in Kauf genommen wird.

Eine sog. Monofokallinse gewährleistest eine Brillenfreiheit entweder in der Nähe oder der Ferne (vorausgesetzt es liegt keine hohe Hornhautverkrümmung vor).

Eine Multifokallinse hingegen ermöglicht das Sehen in der Nähe, der Ferne und im Intermediärbereich. Es können je nach Schliff der Linse alle drei Bereiche (trifokale Linse) oder nur der Nah- und Fernbereich (bifokale Linse) abgebildet werden.

Es gibt die Möglichkeit vor der Operation, das Ergebnis durch einen Trageversuch mit multifokalen Kontaklinsen zu simulieren.

Risiken der Operation

Wir sind der Meinung, dass eine individuelle Beratung der Risiken und Komplikationsraten in einem persönlichen Gespräch erfolgen sollte- da je nach Augengröße und Nebenerkrankung diese variieren.

Die Operationsrisiken sind jedoch mit denen einen Katarakt Operation (Linsentausch auf Grund einer Linsentrübung) vergleichbar.

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