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Hornhauttransplantation (DMEK)

Descemet’s Membran-Endotheliale Keratoplastik (DMEK) ist die jüngste, schonende minimal-invasive Hornhauttransplantationstechnik zur Behandlung von Hornhauterkrankungen, die die inneren (hintere) Schicht der Hornhaut, nämlich die Endothelzellschicht, betreffen, wie zum Beispiel der Fuchs-Endotheldystrophie und bullöser Keratopathie. Die Fuchs-Endotheldystrophie ist eine genetisch bedingte Hornhauterkrankung, bei der die physiologische Funktion des Hornhautendothels zum Abpumpen des Wassers aus der Hornhaut in die Vorderkammer des Auges gestört ist. Die daraus resultierende Flüssigkeitsansammlung in der mittleren Schicht der Hornhaut, nämlich dem Stroma, führt zu den für Fuchs-Endotheldystrophie typischen Symptomen wie der Verminderung der Sehschärfe, Verschwommensehen und erhöhter Lichtempfindlichkeit. In manchen Fällen führt die Fuchs-Endotheldystrophie zu einer bullösen Keratopathie. Postentzündliche, posttraumatische oder postoperative Endothelschädigungen, die beispielsweise nach einer Kataraktentfernung auftreten können, sind weitere Ursachen der bullösen Keratopathie. Dabei bilden sich subepitheliale, mit Flüssigkeit gefüllte Blasen, die beim Aufplatzen Schmerzen und Fremdkörpergefühl auslösen. In fortgeschrittenem Stadium kann das Hornhautstroma eintrüben, wodurch die Hornhaut ihre Transparenz verliert und im schlimmsten Fall schwerer Sehverlust/Erblindung die Folge ist.

Dank der fortgeschrittenen technischen Innovationen im Bereich der Operationstechnik und chirurgischen Instrumente wird in der DMEK Operation nur die erkrankte Endothelzellschicht mit der Descemetmembran mit einer Gesamtdicke von nur ca. 15 µm entfernt und durch ein entsprechend ultradünnes Transplantat ersetzt. Mit Hilfe dieser Technik lässt sich in kurzer Zeit nach der OP der anatomische Ursprungzustand wiederherstellen, eine schnelle visuelle Rehabilitation erreichen und der postoperative Astigmatismus vermeiden.

Jeder chirurgische Eingriff ist mit gewissen Risiken verbunden, so auch die DMEK. Die Komplikationsrate bei dieser Technik ist in der Regel sehr gering. Die am häufigsten auftretenden Komplikationen nach DMEK sind unter anderem:

1. Transplantatdislokation

Hierbei handelt es sich um die Ablösung des Transplantats, die durch zu schnelles Entweichen der Luft/Gas aus der Vorderkammer des Auges verursacht wird. Diese Komplikation ist mit einer Komplikationsrate von 5-10% die häufigste Komplikation nach einer DMEK-OP und tritt meist am zweiten bis vierten postoperativen Tag auf. Durch eine erneute Lufteingabe in die Vorderkammer, die meistens unter lokaler Anästhesie durchgeführt wird, lässt sich das Transplantat wieder in die richtige Stelle bringen. Die Visusprognose ist dadurch nicht eingeschränkt.

2. Primäres Transplantatversagen

Ein primäres Transplantatversagen kommt sehr selten vor. Die Häufigkeit dieser Art der Komplikation hängt stark von der Erfahrung des Operateurs, von dem Schwierigkeitsgrad und der Komplexität des Eingriffs, von den möglicherweise genderspezifischen intrinsischen Eigenschaften des Empfängerauges sowie von der Compliance des Patienten ab.

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass die DMEK-Technik den anderen älteren Methoden aufgrund der deutlich verbesserten Sehschärfe, schnelleren Erholungszeit, geringeren Abstoßungsrate und Oberflächenprobleme wie geringeren Komplikationsrate weit überlegen ist.

Diese Operation bieten wir Ihnen in der Augenklinik im Ring Center durch erfahrene Hornhautspezialisten mit internationalem Ruf und vielfachen Authorenschaften in der Wissenschaft an.

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